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Bericht in ka-news über die Vollversammlung der AKB am 24. April 2004 beim VFB Südstadt
Einsatz für Lebensqualität
Für Bürgervereine gibt es nur große Themen
Karlsruhe - Die Interessen von rund 13.000 Mitgliedern aus 25 Bürgervereinen unter einen Hut zu bringen, ist freilich keine leichte Aufgabe. Die Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine (AKB) versucht sich trotzdem an diesem Kunststück. Bei dem Treffen der Vorsitzenden der einzelnen Vereine sind dann auch nur solche Themen relevant, die alle Stadtteile betreffen. Und wenn die Kräfte gebündelt werden, kann sich dem Sparzwang der Stadt zum Trotz, manch kleiner Erfolg für die Bürger erzielen lassen. Zum Beweis berichtete der Vorsitzende der AKB, Professor Dr. Wolfgang Fritz, gleich zu Beginn der jüngsten Versammlung von einem solchen Fall.
Durch einen Kompromiss mit der Stadt habe man den Fortbestand des Blumenschmuckwettbewerbs sichern können. Das Thema scheint nichtig im Vergleich zu den anderen Dingen, die den Karlsruhern unter den Nägeln brennen - aber solche Teilerfolge tragen dazu bei, ein wertvolles Gut der Fächerstadt zu erhalten: Nämlich die Lebensqualität. Dass sich die AKB nicht nur mit "blumigen Sachverhalten" auseinandersetzt, wurde mit den Berichten aus den vier Arbeitskreisen (AK) deutlich.
Während sich der AK "Verkehr und Umwelt" intensiv mit der geplanten Nordtangente befasst, hat sich der AK "Bildung, Kultur und Soziales" die privaten Theater zum Schwerpunktthema gemacht. Beim AK "Vereine, Sport, Jugend und Bäder" ist man derweil auf eine Antwort seitens der Stadt gespannt, was aus den Plänen für ein Freizeitbad in der Südweststadt wird. Alle Mitglieder der Arbeitskreise haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem Vorstand sachliche Informationen zu liefern. Dieser hat dann die Aufgabe, sie an die Verbindungsleute von Verwaltung und Gemeinderat weiter zu tragen. Oder an das Aktiv-Büro: War man laut Fritz mit der Arbeit des Büros anfangs nicht zufrieden, so seien nun doch einige konstruktive Ansätze zu beobachten.
Aufruf zum Widerstand - wenn es sein muss
Zum Beispiel habe der Erste Bürgermeister der Stadt, Siegfried König, bei Gesprächen mit dem AKB-Vorstand und dem Aktiv-Büro in Aussicht gestellt, den Bürgervereinen bei den Stadtteilfesten künftig keine Gebühren mehr in Rechnung zu stellen. Trotz dieses Zugeständnisses sind die städtischen Zuschüsse für die AKB um zehn Prozent geschrumpft. Angesichts des allgemeinen Sparzwangs wolle die Arbeitsgemeinschaft deswegen nicht groß lamentieren, äußerte sich Fritz zu der Kürzung. Dennoch sei es nicht einfach zu verstehen, dass gerade einem Verein, der auf ehrenamtlichem Engagement basiert, der Geldhahn zugedreht wird. Die Situation müsse nun hingenommen werden, so der Vorsitzende, "aber wenn bei Vereinen oder Institutionen plötzlich Not herrscht, dann wird Widerstand geleistet."
Gute Erfahrungen bei der Kooperation mit ka-news
Erfreulich ist für Fritz, wie sich der Wechsel der Druckerei und die Zusammenarbeit mit ka-news ausgewirkt hat. Zehn von insgesamt 15 Vereinen, die ein eigenes Heft herausgeben, arbeiten seit einiger Zeit mit der Stober-Gruppe zusammen (ka-news berichtete). "Die Qualität ist nun deutlich besser", fasste Fritz die Erfahrungen mit der neuen Druckerei zusammen. Nun wird darüber nachgedacht, Termine und Artikel auch im Wochenblatt zu veröffentlichen. Eine Entscheidung wurde bei der Versammlung noch nicht getroffen, jedoch zeigten sich alle Vorstände überzeugt von dem Vorschlag - zumal für die AKB keine Kosten anfielen. Fritz freue sich bereits auf "ein Netzwerk mit Stober und ka-news und eine Ergänzung durch das Wochenblatt".
Zum Geburtstag ein Rennen
Als ein Tagesordnungspunkt wurden auch die angestrebten Aktivitäten des AKB beim Stadtgeburtstag besprochen. Einig waren sich die Anwesenden dabei, wieder ein Draisinenrennen zu veranstalten. Über einen Stand auf dem Fest soll noch gesprochen werden, ebenso über den bisherigen Standort am Friedrichsplatz. (pcs)
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