Bericht 12 Sommerzeit

Sommerzeit: Feste feiern mit Freunden und Nachbarn

Gröbel Riesenrad Schloss 2002 150.jpg

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

der 289. Stadtgeburtstag im Juni stand ganz im Zeichen von Hochschulen und Wissenschaft, die sich vor dem Karlsruher Schloss und am Marktplatz präsentierten. Interessante Exponate wie das „Betonauto“ der Hochschule für Technik (FH), „Roboter im OP“ und „Skijacke mit Klimaregelung“ von der Universität oder die „Elektronische Nase“ vom Forschungszentrum Karlsruhe zogen die Aufmerksamkeit vieler der 250.000 Festbesucher auf sich, und Professoren, Wissenschaftlicher und Studenten der an Hochschulen und Forschungseinrichtungen so reich ausgestatteten Stadt wie keine andere in unserem Bundesland zeigten jedem Interessenten Ausschnitte aus ihrem Wirkungsbereich, der normalerweise durch Laborräume und Denkstuben gekennzeichnet ist. Und was dort im „Elfenbeinturm“ gedacht und gemacht wird, von dem wurde jetzt einiges auf Straßen und Plätzen gezeigt, und es vermittelte etwas von der Leistungsfähigkeit unserer wissenschaftlichen Einrichtungen und ihrer Bedeutung für uns alle in Karlsruhe, denn die Zukunft einer Region hängt stark von ihrer Fähigkeit ab, neue und innovative Produkte zu entwickeln und so auch neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Kulisse des Stadtgeburtstags mitten in der Stadt war wie schon vor zwei Jahren geprägt durch das Riesenrad hinter dem Schlossturm. Von oben her erschloss sich dem Besucher ein faszinierender Blick auf die strahlenförmig ausgehenden Straßen, auf den Marktplatz mit seinen klassizistischen Bauten und seinem bunten Treiben mit viel Musik und festlichem Beieinander von Karlsruhern und auswärtigen Gästen.

Die Sommerzeit hat ihre besonderen Reize, und nicht nur im Stadtzentrum wurde draußen fröhlich gefeiert. Vielerorts gab es Stadtteilfeste: in Durlach das Altstadtfest, in der Weststadt zum 85. Mal das Lindenblütenfest, in Oberreut das fünftägige Sommerfest oder in der Oststadt das „Kreiselfest“ am im Zuge der Sanierung neu entstandenen Kreisel in der Georg-Friedrich-Straße. Es gab Anfang Juli das 12. Daxlandener Straßenfest, in Bulach den Sommertagsumzug und viele, viele weitere Straßen- und Hoffeste.

Die Bürgervereine haben in Zusammenarbeit mit Vereinen und Kirchen in ihren Stadtteilen, oft aber auch mit ihren Gastwirten solche Feste organisiert oder bei deren Organisation mitgearbeitet. Ein Straßenfest bietet den Bürgerinnen und Bürgern viel Spaß, Freude und häufig auch kulinarisches Vergnügen, meist zu günstigen Preisen. Die Mühe der Organisation nehmen die Aktiven auf sich, um Freude zu schenken, aber vor allem auch, um Gelegenheiten zur Begegnung und zu Gesprächen zu eröffnen. Hier trifft man Freunde und Verwandte, aber auch Nachbarn, mit denen man sonst nicht unbedingt Kontakt hat. In lockerer Umgebung kommt manches Problem zur Sprache, werden einige Problemlösungen erdacht und an Gemeinderatsmitglieder und Verantwortliche aus der Stadtverwaltung herangetragen. Das gute Zusammenleben im Stadtteil wird angeregt und intensiviert. Feste haben identitätsstiftende Wirkung. Und die meisten sind zu recht ein bisschen stolz, wenn der Nachbar, gleich ob Mann, ob Frau oder Kind von nebenan zeigen, was sie in musikalischer oder sportlicher Darstellungskunst „drauf haben“. Dies wollen die Bürgervereine fördern.

Und wer Ruhe und Stille sucht, findet auch das. Wenn nicht direkt in seinem Stadtteil, dann anderswo in Karlsruhe und seiner Umgebung.

Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen Sommer, den Kindern schöne Ferien und Ihnen gute Erholung, soweit Sie Urlaub haben

Ihr

Prof. Dr. Wolfgang Fritz

AKB-Vorsitzender

Zurück zu: Berichte
Zum Beginn der Seite