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Gemeinsam für Karlsruhe
Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,
wer in der Innenstadt wohnt, kennt die dortigen spezifischen Probleme: Ruhestörungen durch Diskotheken, unangenehme Auswirkungen durch Prostitution, ungeheurer Parkdruck. Wer an der Südtangente wohnt, egal ob in Knielingen, Beiertheim oder Bulach, wird vom Dauerkrach geplagt. Der versprochene und im Gemeinderat für 2002 beschlossene Lärmschutz für Knielingen wurde wegen der angespannten Finanzlage „zunächst“ verschoben. Unklar ist, wann es endlich doch zum Lärmschutzbau kommt in Knielingen und später auch in Bulach und Beiertheim. Aufgrund der miesen kommunalen Finanzlage gibt es eine Fülle weiterer Unannehmlichkeiten: so wurden Öffnungszeiten mehrerer Einrichtungen reduziert, darunter die der Stadtbibliothek Mühlburg.
Bei einem Kooperationsgespräch mit dem Ersten Bürgermeister Siegfried König hatten die Bürgervereinsvertreter noch vieles mehr zu besprechen. König, der u. a. von Stadtdirektor Rainer Duss (Leiter des Amts für Stadtentwicklung) und der Aktivbüro-Leiterin Rosemarie Strobel-Heck begleitet wurde, regte eine regelmäßige Fortführung der Kooperationsgespräche an.
Schon bisher arbeiteten die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder verschiedener Bürgervereine zusammen. Das geschieht häufig in nachbarschaftlicher Verbundenheit, aber auch in Arbeitskreisen der AKB und vor natürlich in der AKB-Vollversammlung, der alle Vorsitzenden der 25 Bürgervereine angehören. Zum Zwecke einer gemeinsamen Durchführung der Aufgaben der Bürgervereine von Karlsruhe und damit zugleich einer Stärkung der Bürgervereine haben sich diese bereits im Jahre 1965 zu einer Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine (AKB) zusammengeschlossen. In den AKB-Vorstand, der von der Vollversammlung gewählt wird, sind größtenteils Persönlichkeiten gewählt worden, die auch in ihrem Heimat-Bürgerverein als Vorsitzende oder stellv. Vorsitzende für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv sind. Es sind dies:
- Gerhard Herm, AKB-Ehrenvorsitzender, Ehrenvorsitzender des BV Weiherfeld-Dammerstock
- Dr. Wolfgang Fritz, AKB-Vorsitzender, stellv. Vors. des BV Oststadt
- Dr. Hubert B. Keller, AKB-Stellv. Vorsitzender, Vors. des BV Waldstadt
- Gunther Spathelf, AKB-Schriftführer, Vorsitzender des BV Nordweststadt
- Heiko Singer, AKB-Schatzmeister, ehrenamtlicher Geschäftsführer des BV Südweststadt
- Harald Dirr, AKB-Beisitzer, Vors. des BV Rüppurr
- Jürgen Gröbel, AKB-Beisitzer, stellv. Vors. der BG Südstadt
- Richard Haller, AKB-Beisitzer, Vors. des BV Bulach
- Joachim Hornuff, AKB-Beisitzer, Vorstandsmitglied des BV Weiherfeld-Dammerstock
- Robert A. Pfeifer, AKB-Beisitzer, stellv. Vors. des BV Mühlburg
- Hilde Willmann, AKB-Beisitzer, Vors. des BV Rintheim.
Nicht alle konnten den Fototermin wahrnehmen, aber alle sind für ihren Stadtteil und für ganz Karlsruhe äußerst rührig. Die Bürgervereine sind für die Anliegen der Bürger da, ohne einen parteipolitischen Anspruch erfüllen zu müssen. Sie sind eine Ergänzung zur Parteipolitik. Auch wenn die einzelnen Bürgervereine manchmal verschiedene Interessen haben, so seien sie sich doch in einem einig: Das Wichtigste ist das Wohlergehen der Stadt! Und dafür werden sich die Bürgervereine auch in Zukunft gemeinsam mit den Stadträten um die besten Lösungen bemühen.
Jetzt, in der Vorbereitungszeit zur Gemeinderatswahl am 13. Juni 2003, werden Kandidatinnen und Kandidaten, Parteien und Gruppierungen besonders aktiv auftreten. Allerdings versprechen manche zu viel, andere beklagen viel zu schnell die jetzige schwierige Finanzsituation, auf Grund dessen ihnen leider die Hände gebunden seien. Prüfen Sie deren Argumente, messen Sie sie an den folgenden für uns wichtigen Prüfsteinen:
Bleibt Karlsruhe eine lebenswerte Stadt,
- die ihre Wirtschaftskraft stärkt und langfristig Arbeitsplätze sichert und entwickelt,
- die Bildung, Ausbildung und Weiterbildung sowohl der jungen als auch der im Arbeitsprozess stehenden Generationen fördert,
- die eine kindergerechte städtebauliche Entwicklung bietet,
- die in allen Stadtteilen eine bedarfsgerechte Versorgungsinfrastruktur besitzt bzw. zurückgewinnt,
- die Chancengleichheit auch sozial schwächeren Bewohnern bietet,
- die Kultur in allen ihren vielen Facetten fördert,
- die das Ehrenamt unterstützt, insbesondere die Tätigkeit der stadtteilbezogenen Bürgervereine?
Auf eines dürfen Sie bauen: unabhängig vom Ergebnis der Kommunalwahl werden sich die Bürgervereine als größte ehrenamtliche Kraft in unserer Stadt in gemeinsamer Arbeit für Karlsruhe auch zukünftig für den Erhalt und die Verbesserung der Lebensbedingungen in unserer schönen Stadt einsetzen.
Es grüßt Sie und wünscht Ihnen schöne Ostern
Ihr
Prof. Dr. Wolfgang Fritz
AKB-Vorsitzender
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