Bericht 14 Sport

Der Fächerblick:
Draisinenrennen – Karlsruher Netzwerk Erziehung durch Sport

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

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Ein historisches Outfit passt gut zu den Laufmaschinen

beim historischen Laufrad-Rennen der Stadtteile um den Draispokal der Stadtteile verteidigte Herr Florian Huber für den Bürgerverein Mühlburg den Drais-Pokal des Herrn Oberbürgermeisters. Das Rennen am 9. Oktober auf dem Friedrichsplatz soll erinnern an den großen Sohn unserer Stadt Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn, der am 29. April 1785 in Mühlburg geboren wurde und der zusammen mit Carl Benz aus Karlsruhe „die Welt auf Räder gestellt hat“.

Ausgerichtet wurde das Rennen von der AKB, der Radsportgemeinschaft Karlsruhe (RSG) und von Höfel EVENT. Zweiter und dritter Sieger wurden Herr Marc Nagel aus Rintheim und Herr Rainer Häfner von der DJK-Ost, der für die Oststadt angetreten ist. Die weiteren Teilnehmer waren Stadträtin Gisela Fischer (Weiherfeld-Dammerstock), Stefan Schlütter (Wolfartsweier), Daniel Wullings (Neureut), Martin Fischer (Grötzingen), Heinz Häge (Stupferich), Günter Grösch (Daxlanden), Robert Mai (Nordweststadt) und Janusch Mikorski (Rüppurr).

Beim Promilauf am Samstag konnte sich Wolfgang Nagel (Nagel’s Kranz in Neureut) vor Herbert Müller (BV-Vorsitzender von Rüppurr) und Sasche Binoth (City-Manager) durchsetzen. Bei den Promi-Läufen am Sonntag, den 10.10.2004 eroberte Stadtrat Karlheinz Joos den ersten Platz vor Stadträttin Ute Müllerschön und ihrem Mann Stadtrat Thomas Müllerschön.

Nächstes Jahr, wahrscheinlich am 18. Juni einen Tag nach dem Stadtgeburtstag, soll dieser Wettkampf zwischen den Stadtteilen erneut stattfinden.

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Bei der Preisverleihung grautliert Frau Hilde Willmann, Vorstandsmitglied der AKB und Vorsitzende des Bürgervereins Rintheim, den Siegern beim Drais-Pokal (v.l.n.r.: Robert Pfeifer (AKB), Florian Huber (Mühlburg), Hilde Willmann (AKB), Marc Nagel (Rintheim) und Rainer Häfner (Oststadt).

Bleiben wir beim Sport. Die EU hat das Jahr 2004 zum Jahr der Erziehung zum Sport ausgerufen. Der Bewegungsmangel, der leider bei vielen Kindern und Jugendlichen festgestellt werden muss, ist hoch problematisch. Um die psychosoziale Gesundheit zu fördern und die motorische Leistungsfähigkeit zu entwickeln haben Dr. Andreas Ramin, Vorsitzender des MTV Karlsruhe, und Martin Lenz von der Sozial- und Jugendbehörde und langjähriger Vorsitzender der Sportjugend und andere Persönlichkeiten das Karlsruher Netzwerk Erziehung durch Sport gegründet. Sportbezogene Kinder- und Jugendarbeit verstehen sie als Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit. Man will in Karlsruhe, also lokal vor Ort, auf die Chancen aufmerksam machen, die der Sport bei der Erziehung für Kinder und Jugendliche hat.

Im AKB-Arbeitskreis Vereine, Sport, Jugend und Bäder, geleitet von Herrn Joachim Hornuff, wurde mit den Netzwerk-Initiatoren Lenz, Ramin und Dominique Gromann-Geitz, der Vorsitzenden der Sportjugend, diskutiert. Viel Anerkennung hat deren bisherige Arbeit gefunden. Die EU hat dieses Jahr das Karlsruher Netzwerk mit einer Fördersumme von 23.000 Euro gefördert, worüber man zu Recht stolz ist, denn es wurden bundesweit nur insgesamt 8 Projekte unterstützt. Das Projekt wird im übrigen auch in Zukunft dank der Unterstützung der PSB-Bank und deren Stiftung Aufwind weitergeführt. Der Präsident des deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, kam im November nach Karlsruhe, um das Netzwerk würdigen und um sich auch vom Sportkinderprojekt beim TSV Bulach und dem bewegungsorientierten Familienzentrum beim ASV Daxlanden ein Bild machen.

Lenz und Ramin erläuterten, der Bewegungsmangel sein eine gesellschaftspolitische Herausforderung, die nicht nur den Sport betrifft, sondern auch die Bildungsinstitutionen Kindergärten, Schulen und Vereine. Man will den Erzieherinnen, den Lehrerinnen und Lehrern die enorme Chance bewusst machen, was sie mit sportlich sinnvoll geleiteter Tätigkeit bewirken können. Andererseits ist nicht zu leugnen, dass heute z. B. die Lehrerinnen und Lehrer schon sehr stark gefordert sind durch strenge Vorgaben des Kultusministeriums. Sie können den Sport gar nicht so lehren, wie das sein sollte. Doch statt das nur zu kritisieren will das Netzwerk etwas machen: Es bietet schon jetzt eine ganze Ladung von Fortbildungsmöglichkeiten.

Stadtteilbezogene Netzwerke – und hier können die einzelnen Bürgervereine eine wichtige Rolle spielen – sollten in Gemeinsamkeit mit Vereinen, Schulen, Behörden, anderen Gruppierungen und Eltern mithelfen bei der Suche nach geeigneten Räumen, bei pfiffiger Suche nach Ausgestaltung von Freiflächen zur Hebung von Bewegungslust und womöglich auch bei der Rekrutierung helfender Hände. Wenn man sieht, dass es in Karlsruhe sogar große Stadtteile mit über 10.000 Einwohnern gibt, die keinen einzigen Sportverein haben, weiß man: es ist Zeit, etwas zu tun für unsere Kinder, Jugendliche und letztlich für uns alle.

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünscht Ihnen
Ihr
Prof. Dr. Wolfgang Fritz
AKB-Vorsitzender

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