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Im Inneren bietet das Museum eine umfangreiche Sammlung von Fossilien und Mineralen, Darstellungen von Tieren der Vorzeit und das Vivarium mit Fischen und Reptilien aus verschiedenen Erdteilen. Zu den Aufgaben des Naturkundemuseums gehören – so Wirth - neben dem Sammeln und Bewahren auch die Forschung und die Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Wissenschaftler der Fachrichtungen Botanik, Entomologie (Wissenschaft von den Insekten), Geowissenschaften und Zoologie sind weltweit in zahlreichen Forschungsprojekten engagiert. Die Wissenschaftler bieten Amtshilfe für andere Behörden und Institutionen insbesondere im Bereich Umwelt- und NatInsektenarten).urschutz, Zoll und Polizei (z.B. Bestimmung von Es gibt Kooperationen mit Universitäten und fachliche Betreuung von Examens- und Promotionsarbeiten. Die Einwerbung von Drittmitteln in Höhe von insgesamt 2 Millionen Euro bei den aktuellen Projekten bezeugt das Renommee dieser wissenschaftlichen Einrichtung.
Aber keine Angst: In den Ausstellungen wird das hochkarätige Fachwissen allgemeinverständlich dargestellt. Entsprechend dem museumspädagogischen Konzept werden Führungen für alle Altersgruppen (Schulklassen, Erwachsene, Senioren) angeboten. Sogar für Kindergartenkinder gibt es ein speziell auf ihr Alter abgestimmtes Programm. Für Lehrerinnen und Lehrer werden Infoveranstaltungen angeboten, so dass sie dann Unterstützung bieten können, wenn Kinder mit Arbeitsblättern selbständig auf Entdeckungsreise gehen, aber dann doch mal Hilfe brauchen.
Auf über 4000 m2 Ausstellungsfläche kann man die Vielfalt und Schönheit der Natur erleben. Die einheimische Tierwelt sowie Tiere aus den Wüsten Afrikas bis zu den Polarzonen werden in naturgetreu nachgebildeten Lebensräumen präsentiert. Ein lebendes Fossil, der Riesensalamander Andrias, ist zum Wahrzeichen des Museum geworden. Es lässt die Erdgeschichte ebenso lebendig werden wie das Modell eines Flugsauriers, das im Lichthof unter der Decke schweb. Die Dauerausstellung wird durch Sonderausstellungen, die mehrmals im Jahr wechseln, ergänzt.
Auch lebende Tiere können im Vivarium und den Ausstellungsräumen beobachtet werden. Das Vivarium ist eine große Attraktion. Naturnah gestaltete Terrarien und Aquarien laden den Besucher ein, die Verhaltensweisen von Reptilien, Amphibien und Fischen zu beobachten. Viele wirbellose Meerestiere wie lebende Korallen, Seeigel oder Krebs komplettieren die Meerwasserbecken, so dass sich erstaunlich naturgetreue Ausschnitte von Lebensräumen im Meer präsentieren.
Man legt großen Wert darauf, dass die gezeigten Tiere möglichst aus Nachzuchten stammen, um Entnahmen aus der Natur auf ein Minimum zu beschränken. Die beachtlichen Zuchterfolge, die das Vivarium verbuchen kann, sind Ergebnisse dieser Strategie. Mit viel Engagement und Fachwissen gelingen immer wieder weltweite Erstnachzuchten von Tieren, wie etwa der Winkelkopfagame, der Tropfenkröte oder des Französichen Grunzers. Auch die Zucht tropischer Korallen im Vivarium genießt in ganz Deutschland einen hervorragenden Ruf.
Ein Liebling vor allem der Kinder ist der neugierige Krake, der sich in wenigen Sekunden durch eine geeignete Farbgebung „unsichtbar“ machen kann. Er hat in seiner Haut kugelförmige Pigmentzellen, die mit kleinen Muskeln abgeflacht werden können und dabei ihre Farbwirkung verändern. Beobachten kann man im Vivarium auch, wie andere Tieren, Seeigel und die zu den Krebsen gehörenden Seespinnen, sich „maskieren“, indem sie Steinchen, Schalenteile und Pflanzenreste der Umgebung auf dem Rücken tragen. In einer neuen Umgebung wechseln sie die ganze Tarnung in kurzer Zeit aus.
Abwechslungsreiche Sonderausstellungen schaffen ständig neue Eindrücke bei den Besuchern. Aktuell sind es die Fledermausausstellung und Fotografische Impressionen aus den Tropen in der Sonderausstellung „WüstenDschungel“.
2004 wurden Initiativen zur Gründung eines Fördervereins „Freunde des Naturkundemuseums Karlsruhe e. V.“ gestartet, um das Museum ideell und finanziell zu stärken und noch enger in der Region zu verwurzeln. Für einen Jahresbeitrag von 20 Euro (Familien 30 Euro) werden mancherlei Vorteile geboten: kostenlosen Zugang zu den Ausstellungen und Veranstaltungen, Führungen, Vorträgen, Exkursionen mit den Wissenschaftlern und vieles mehr. Außerdem wird es exklusiv für die Fördermitglieder Sonderveranstaltungen geben.
Aus höchsten politischen Kreisen der Landesregierung ist erfreulicherweise zu hören, dass das Naturkundemuseum Karlsruhe seine Selbständigkeit behalten wird, dass man nicht mehr an eine Fusion mit der entsprechenden Einrichtung in Stuttgart ernsthaft denke. Mit einer Mitgliedschaft im Förderverein „Freunde des Naturkundemuseums Karlsruhe e. V.“ stärken Sie als Karlsruher Bürgerinnen und Bürger die Einhaltung dieses Versprechens.
Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünscht Ihnen
Ihr
Prof. Dr. Wolfgang Fritz AKB-Vorsitzender
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