Bericht 21 Zoo

Karlsruher Zoo und seine Zoofreunde

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Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

die Karlsruher Bürger lieben ihren Zoo. Das ist Grund genug, dass sich auch die Bürgervereine mit der Zukunft des Zoos beschäftigen. In besonderem Maße engagiert sich ehrenamtlich für den Zoo und seine Entwicklung der Vorsitzende des Bürgervereins Beiertheim, Herr Wolfgang John, der nämlich gleichzeitig Vorsitzender des Vereins der Zoofreunde ist.

 

50. Geburtstag der Elefanten-Dame „Rani“

Der Zoologische Garten Karlsruhe hatte im Oktober 2005 einen Geburtstag zu feiern. Die schon sehr betagte Elefanten-Dame „Rani“, die wohl jeder Zoobesucher kennt, wurde 50 Jahre alt, Dies ist für Elefanten schon ein fast biblisches Alter. Zur Geburtstagsfeier hatten sich Fernsehen, Funk und Presse eingefunden. Als Gratulanten kamen Erster Bürgermeister König, Gemeinderäte, die Zoodirektion, die Tierpaten und nicht zuletzt der Verein der Zoofreunde Karlsruhe. 

 

Die Zoofreunde hatten als Präsent Geschenkkörbe mit speziellen Elefantenleckereien mitgebracht, über die sich Rani und ihre Wohngemeinschaft sofort hermachten. Aus diesem Anlass überreichte der Vorstand der Zoofreunde der Zoodirektorin Frau Dr. von Hegel einen Scheck über 10 000 € als bescheidenen Grundstock für das zu errichtende neue Elefanten-Gehege.

Scheckübergabe von Wolfgang John, dem Vorsitzenden der Zoofreunde, an die Zoodirektorin Dr. Gisela von Hegel und Ersten Bürgermeister Siegfried König (Foto: H.Graf)

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Geburtstagsfeier für die Elefanten-Dame Rani (Foto: H.Graf)

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Eisbären und Besucher (Foto: W.John)

Besucher bei den Seelöwen (Foto: W.John)

Das Zoo-Konzept

In dem jetzigen Gehege dürfen nur noch alte Tiere ihren Lebensabend verbringen. Neue Elefanten dürfen nach den Tier- und Artenschutzbestimmungen nicht mehr gehalten werden.

Der Zoologische Garten in Karlsruhe und das Zoo-Konzept sind seit geraumer Zeit wieder in das öffentliche Interesse gerückt. Das Zoo-Konzept allerdings ist schon im April 2005 erstellt gewesen. Es berücksichtigt die artgerechte Tierhaltung, wobei bei zahlreichen Gehegen im Karlsruher Zoo größere Erweiterungen notwendig sind. Um nach den neuen Richtlinien Zootiere halten zu dürfen, muss eine Zucht sichergestellt sein. In den zu kleinen Anlagen dürfen nur alte Tiere bis zu ihrem Ableben weiter gehalten werden. Das Elefantengehege und das Raubtierhaus sind als erstes davon betroffen.

Daher ist es höchste Zeit, dass das Zookonzept in Angriff genommen wird. Noch hat der Karlsruher Zoo in der Fachwelt einen hervorragenden Ruf und befand sich mit über einer Million Besuchern an siebter Stelle der Zoos in Deutschland.  Eine Hauptaufgabe eines jeden Zoos ist heute zur Erhaltung bedrohter Arten beizutragen. Dies ist aber nur durch Nachzucht bei artgerechter Haltung möglich. Ein Zoo ist auch ein Teil der Kultur einer Stadt, auch wenn viele bei Kultur nicht an einen Zoologischen Garten denken.

Der Zoo als Publikumsmagnet

Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren seit dem Ableben der Großkatzen nach und nach, in letzter Zeit sogar stark zurückgegangen.

Der Zoo war einmal ein Publikumsmagnet, nicht nur für die Karlsruher, sondern für das gesamte Umland bis nach Frankreich und dies sollten wir wieder erreichen. Der weitaus größte Teil der Besucher von nah und fern kommt wegen der Zootiere, wovon sich jeder an dem Andrang im Bereich der Tiergehege überzeugen kann. Viele fragen übrigens enttäuscht nach den Großkatzen.

Die vorgesehenen Maßnahmen des Zoo-Konzeptes, deren Kosten sich auf 20 Millionen € (2 Millionen pro Jahr) bis zum Stadtjubiläum im Jahr 2015 belaufen, würden die Zukunft des Zoo sichern und den Zoo für die Besucher auch wieder attraktiver und interessanter machen. Dazu darf bemerkt werden, dass sich die Stadt in den vergangenen Jahren nach Fertigstellung der hervorragenden Eisbären-Anlage bei Investitionen eher zögerlich gezeigt hat. 

Der Verein der Zoofreunde Karlsruhe begrüßt daher die politische Einigkeit im Gemeinderat, in den Zoo zu investieren. Auch im Gemeinderat fand das Zoo-Konzept mit einer Erweiterung des Zoos in den Bereich des Stadtgartens unter Einbeziehung des Tulla-Bades eine breite Mehrheit.

Die von der Stadt eingesetzte Projektgruppe sollte bis Ende Januar 2006 ihre Pläne vorlegen. Da dies nicht geschehen ist und auf April vertagt wurde, zeigt das laut BNN, dass sich die Ämter mit ihren unterschiedlichen Interessen und auch Eigeninteressen nicht einigen konnten. Das hat auch die Fraktionen des Gemeinderats wieder auf den Plan gerufen, die eine Verzögerung bis zum Sommer nicht hinnehmen wollen.

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Informationshaus Zoofreunde (Foto:W.John)

Die Zoofreunde

Der Verein Zoofreunde Karlsruhe wurde 1979 von Zoointeressierten Bürgern gegründet zur  Unterstutzung des Zoologischen Gartens. Die Zoofreunde Karlsruhe fördern den  Zoologischen Garten ideell und finanziell,  wecken und verbreiten in allen Kreisen der  Bevölkerung das Interesse und die Freude an Tier- und Naturkunde.

Es waren die Zoofreunde, die sich beharrlich in den 80er Jahren gegen die Schließung des Tierparks Oberwald eingesetzt haben. Die Tiere  im Oberwald mussten im Zuge der Gartenschau  weichen, der auch ein Teil des Zoogeländes  zum Opfer fiel.

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Vereinsfahne (Foto:W.John)

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Lageplan Zoologischer Garten 1965 vor der Bundesgartenschau

Durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Projekte mit insgesamt 90 000 € haben die Zoofreunde ihre materielle Förderbereitschaft unter Beweis gestellt. Unsere Mitglieder, Freunde und Förderer wissen um die Notwendigkeit finanzieller Mittel, um den Zoo wirksam unterstützen zu können. Der Verein will an der Verbesserung des Zoos mitwirken. Für Tiere, Mitarbeiter und für Besucher ist es höchste Zeit, dass etwas getan wird. Eigentlich ist es schon „fünf nach zwölf“.

Der Verein muss sich in den kommenden Jahren stärker auf die Sponsorenaufgabe konzentrieren. Die Zoofreunde sehen es als ihre Aufgabe, die Zooqualität zu sichern und ihre Wünsche, Visionen und Erfahrungen in die zukünftige Zooentwicklung einzubringen.

Für den Verein ist der Karlsruher Zoo ein wichtiger Standortfaktor, wenn die Besucherzahl aus der ganzen Region gehalten werden kann. In einer Zeit, in der ein Kontakt zu Tieren oft nur nach via Fernsehen existiert, übernimmt der Zoo eine wichtige pädagogische Aufgabe für Kinder und Familien.

Wer sich für den Verein der Zoofreunde Karlsruhe interessiert, kann sich bei der Geschäftsstelle Telefon 07271/948151 (Ortstarif), Postfach 6941, 76049 Karlsruhe melden. Gesucht sind engagierte Personen, die den Verein durch ihre Mitgliedschaft unterstützen oder sich ernsthaft mit der Sponsorenarbeit beschäftigen wollen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Prof. Dr. Wolfgang Fritz

AKB-Vorsitzender

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