Bericht 22 Flughafen

Passagierlizenz für Lahrer Flughafen „politisch falsch“

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Geschäftsführer Manfred Jung mit der Initiatorin des Besuchs Ingrid Kosian, dem Vorsitzenden des BV Nordweststadt Gunther Spathelf und AKB-Vorsitzendem Wolfgang Fritz (v.r.n.l.)
Foto: Ingrid Kosian

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

Konkurrenz belebt das Geschäft – sagt der Volksmund. Aber sicherlich nicht, wenn ein Regionalflughafen wie Karlsruhe/Baden-Baden, der eingeführt und auf Erfolgskurs ist, künftig in dem nur wenige Kilometer entfernten Lahr möglicherweise mit einem Konkurrenten rechnen muss. Vertreter der  meisten Karlsruher Bürgervereine jedenfalls nahmen diese aktuelle Situation zum Anlass, um sich aus erster Hand über den Söllinger Flughafen zu informieren und gleichzeitig ihre Solidarität zu demonstrieren. Wie wichtig ihnen dieses Anliegen sei, betonten die Initiatorin des Besuchs Frau Ingrid Kosian, sowie Dr. Dieter Ludwig vom Karlsruher Verkehrsverbund (KVV).

Als „politisch falsch“ bezeichnete der Geschäftsführer der Baden-Airpark-GmbH Manfred Jung die möglicherweise bereits getroffene Entscheidung zugunsten einer Passagierlizenz (bisher noch in der Schublade) für den ehemaligen kanadischen Flugplatz in Lahr. Aber eine Konkurrenz verneinte er. Eher würde dies auf den Straßburger Flughafen zutreffen, wenn dort das Monopol für die Air France aufgehoben würde.

Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden schon jetzt eine Erfolgsgeschichte

Nicht ohne Stolz – und das wohl zu Recht – präsentierte Jung den Karlsruher Besuchern die Erfolgsgeschichte des Baden-Airpark, der heute schon einen 18. Platz unter den deutschen Regional-Flughäfen einnimmt. Begonnen hatte die erfreuliche Entwicklung der vormals kanadischen Basis bei Hügelsheim im Jahr 1997. Damals zählte man noch bescheidene 20.544 Passagiere, 2004 waren es bereits über 600.000, und für Ende 2006 erwartet der Geschäftsführer, dass die Passagierzahlen von derzeit 712.000 noch übertroffen werden könnten.

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Das großzügig angelegte neue Terminal  weckt Fernweh-Gefühle
Foto: Ingrid Kosian

Auf einer übersichtlichen Schautafel im neuen Terminal ist zu sehen, wohin die bisherigen Flugzeuge vom Badener Flughafen fliegen. „Rennstrecken“ seien z.B. die Direktflüge auf die Kanaren, oder im Hauptbereich Linienverkehr die täglichen Verbindungen u. a. nach London, Rom, nach Dublin (neu), nach Pisa viermal die Woche oder mit der Gesellschaft DBA täglich mehrmals nach und von der Bundeshauptstadt via Söllingen.

Regionalflughäfen benötigen einen großen Einzugsbereich

 â€žUm Erfolg zu haben, benötige der Regionalflughafen ein weit reichendes Einzugsgebiet mit dem entsprechenden Bedarf“, betonte der Geschäftsführer. Im Einzugsbereich des Söllinger Airparks und nur ca. eine Autostunde entfernt wohnen rund fünf Millionen Menschen. Die Karlsruher Technologie-Region mit ihrer weltweiten Wettbewerbs-Entwicklung steigere die Attraktivität und damit die zunehmend hohe Akzeptanz des Badener Flughafens. Um Überschüsse zu erzielen, würden doppelt so viele Passagiere wie bisher benötigt. „Obwohl wir im operativen Geschäft bereits schwarze Zahlen schreiben“ sei man noch längst nicht schuldenfrei. Auf der Wunschliste von Manfred Jung stehen u. a. eine möglichst schnelle Schienenanbindung und eine direkte Zufahrtsstraße von der Autobahn. „Wir arbeiten daran“, erklärte hierzu Dieter Ludwig vom KVV. Zunehmend benützen Geschäftsleute auch eigene Jets, um ohne Zeitverlust an Besprechungen oder Tagungen, z. T. auch auf dem Flugplatzgelände, teilzunehmen sowie schnellstmöglich wieder zurück fliegen zu können.

„Nicht alles klappt beim ersten Anlauf“, sagte Geschäftsführer Jung und mahnte zur Geduld. Sein Ziel, angepeilt für das Jahr 2015: ein Airpark mit einer „eigenwirtschaftlichen Existenz“.

„Wehtun“ werden vorher aber noch die geschätzten Kosten in Höhe von ca. 40 Millionen Euro für die vorgeschriebene Entwässerung der Landebahn. Nebenbei bemerkt eine Investition, die auch von einem Flughafen Lahr aufgebracht werden müsste.Bei einer Rundfahrt über das weiträumige Flughafengelände erhielten die Karlsruher Bürgervereinsvertreter einen Einblick in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Neben ausreichenden Parkplätzen können dort auch gut ausgestattete Büroräume angemietet werden. Ein „Highlight“ aber ist das vor kurzem fertig gestellte neue Terminal der kurzen Wege. Serviceangebote wie die rund zwanzig Reisebüros, Autovermietungen oder ein Restaurant sind in der mit Majolikafliesen ausgestatteten Halle ebenfalls untergebracht.

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Dank an Herrn Jung für seine wertvollen Informationen
Foto: Ingrid Kosian

Attraktive Unterhaltung und Drais-Rennen beim Stadtgeburtstag

Auf dem Marktplatz findet am 17. und 18 Juni 2006 beim Stadtgeburtstag das Rennen um den Draispokal des OB statt, an dem wie in den vergangenen Jahren Vertreter aus den Stadtteilen gegeneinander antreten. Neben den Rennen findet ein buntes Programm auf der Bühne vor dem Rathaus statt. Dort treten Musik- und Tanzgruppen aus den Karlsruher Stadtteilen mit einem qualitätsvollen Programm auf.

Mehr Details finden Sie auf der Seite Drais-Präsentationen.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Prof. Dr. Wolfgang Fritz

AKB-Vorsitzender

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