Bericht 30 Oberreut

Nahversorgungszentrum in Oberreut

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

die Vertretung der Interessen der Bürger im Stadtteil erfordert nicht nur Fleißarbeit der Vorstandsmitglieder, sondern ist manchmal auch ganz schön nervenaufreibend. Das aktuelle Beispiel des Bürgervereins Oberreut in Zusammenhang mit einem seit über einem Jahrzehnt angestrebten Nahversorgungszentrum zeigt das. Ich möchte hier nicht auf die einzelnen Argumente für bzw. gegen die „kleine“ Lösung (Fa. Weisenburger) und „große“ Lösung (Kondor Wessels) eingehen. Der Bürgerverein Oberreut hat die Alternativen für seinen Stadtteil geprüft. Er hat sich für die große Lösung entschieden und  sich sogar durch ein Gutachten des Marktforschungsinstituts GMA bestätigen lassen, dass diese voll den Anforderungen des Standorts Oberreut entspricht. Mit 3400 Unterschriften bekräftigten die Oberreuter Bürgerinnen und Bürger diesen Wunsch.

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Der Wirtschaftsförderungsausschuss sprach sich dessen ungeachtet für die kleine Lösung aus. In einer Pressemitteilung wurde der auf der Unterschriftenliste ausgedrückte Wunsch der Oberreuter nach der großen Lösung in erstaunlicher Weise uminterpretiert: „Die Zahl der vom Bürgerverein innerhalb kürzester Zeit gesammelten Unterschriften drücke aus, wie groß der Wunsch der Oberreuter Bevölkerung nach einer raschen Verbesserung der Einkaufssituation sei.“ Das kostet Nervenkraft!

Auch der Planungsausschuss hat sich mittlerweise für die kleine Lösung ausgesprochen, ohne dass ihm die große Lösung überhaupt vorgestellt wurde. Vermutlich wird dies jetzt auch realisiert. Oberbürgermeister Heinz Fenrich wirbt für die jetzt von den beiden Ausschüssen beschlossene kleine Lösung: „Wie Sie sicherlich wissen, hat sich der Wirtschaftsförderungsausschuss am 11.05.2007 erneut für das zügig realisierbare Nahversorgungskonzept mit einem Lebensmittelmarkt, verbunden mit einem Seniorenzentrum, ausgesprochen. Diese Entscheidung basierte auf einer umfänglichen Information der Ausschussmitglieder, die das Für und Wider sorgfältig abgewogen haben.“ Und weiter: „Ich hoffe sehr, dass auch die Bürgervereine in Oberreut und Bulach erkennen, dass hier keine Entscheidung gegen Sie getroffen wurde, sondern vielmehr der Ausschuss im gesamtstädtischen Interesse verantwortungsbewusst gehandelt hat.“

Was wirklich realisiert wird, entscheidet noch der Gemeinderat. Der Bürgerverein Oberreut setzt weiterhin auf die große Lösung.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Prof. Dr. Wolfgang Fritz
AKB-Vorsitzender

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