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Auswirkungen auf die Gebühren befürchtet
Die Bürgervereine begrüßen, dass das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) sich auch im Interesse der sammelnden Kirchengemeinden und Vereine mit gegen die „blaue Tonne“ wehrt. Diese Sammeltätigkeit habe eine soziale Funktion, so AfA-Chef Peter Blank. Die Blaue Tonne würde den karitativen Sammlern Papier entziehen.
Aber auch jeder einzelne Karlsruher könnte es bei der Gebührenhöhe zu spüren bekommen. wenn die Blaue Tonne der Privatfirma Kühl flächendeckend käme. Denn der Erlös aus dem Altpapierverkauf aus der Wertstofftonne, den die Stadt bisher über die Gebühren an die Bürger weitergibt, flösse dann in die Taschen dieser Privatfirma. Die behauptet, die Blaue Tonne sei für den Bürger kostenlos. Aber müsste nicht in Wahrheit der Bürger über die Abfallgebühren das kompensieren, was die städtische Wertstofftonne an Erlös einbüßt. Blank: „Es kann nicht sein, dass sich ein Privater die Rosinen aus der Wertstoffsammlung pickt und damit unser gesamtes Entsorgungskonzept zerstört.“
Der Gemeinderats-Ausschuss für Umwelt und Gesundheit unter Leitung von Erstem Bürgermeister Siegfried König unterstützt die Haltung des Zentralen Juristischen Dienstes der Stadt und des Amts für Abfallwirtschaft in der Auffassung, dass die blaue Tonne dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallentsorgungsgesetz entgegen stehe und unzulässig sei. Befürchtet wird auch, dass die Privatfirma bei sinkenden Preisen für Altpapier die Karlsruher mit ihren Altpapierbergen schnell wieder im Stich lassen könnte.
Man muss auf Angebote nicht eingehen
Gegen die Untersagungsverfügung der Stadt klagt inzwischen die Privatfirma vor dem Verwaltungsgericht. Sollte sich die Stadt bei dem Gerichtsverfahren nicht durchsetzen können („Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand“), so liegt das weitere Geschehen in Ihrer Hand, der Hand der Bürgerinnen und Bürger. Man muss auf unvernünftige Angebote, selbst wenn sie juristisch erlaubt sein sollten, ja nicht eingehen.
Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine bittet Sie: Geben Sie das Altpapier weiterhin zu den Sammlungen der Jugendlichen in den Kirchengemeinden und Vereinen, die damit die Jugendarbeit unterstützen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Prof. Dr. Wolfgang Fritz AKB-Vorsitzender
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