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Lichtplan und die Kosten dafür
Der Planungsausschuss hat den Lichtplan, ein Leitprojekt innerhalb des Masterplans 2015 für die Fächerstadt, Ende April einstimmig zugestimmt. Interessant sei die Idee, durch gezielte Lichtelemente geschichtlich wichtige Gebäude und Orte „Geschichten erzählen zu lassen“, hieß es in der Debatte im Gemeinderat. Gelobt wurde auch, dass bei der Entwicklung des Lichtplans ökonomische, energetische und umweltrelevante Kriterien berücksichtigt wurden. Gewarnt wurde davor, Naturzonen wie Alb, Pfinz und Grünanlagen bei Nacht mit Licht zu überfluten.
Mit der Frage, welche Ideen vorrangig umgesetzt werden sollen, und mit den Kosten wird sich der Ausschuss noch beschäftigen.
Die Ziele des Lichtplans wurden im Juni im Rathausfoyer dargestellt, so dass die Bürgerinnen und Bürger an Hand der ausgestellten Pläne Mitreden können. Auf den Internetseiten der Stadt ist der illustrierte Plan ebenfalls zu finden. Klar ist zu erkennen: Beleuchtung erfüllt nicht nur funktionale Ansprüche wie Sicherheit. Mittels durchdachtem Lichteinsatz lässt sich auch eine bessere Orientierung bei Nacht und das Herausheben der Stadteingänge erreichen und spezifische Merkmale unserer Stadt hervorheben.
Man kann darüber sinnieren, wie präsentiert sich eigentlich Karlsruhe zum Beispiel den Zugreisenden auf der Haltestelle zwischen Budapest und Paris? Wie kann Reisenden der Eindruck, hier liegt eine faszinierende Stadt an der Strecke, vermittelt werden mit den Methoden der Lichtgestaltung? Wie können die „Nachtschönheiten“ unserer Stadt „herausgeschält“ werden?
Rangfolge der Projekte
Schauen Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, nach, welche Vorschläge für Ihren eigenen Stadtteil zu finden sind. Denn vor allem Sie sind es, die die geplanten Realisierungen als Qualitätsmerkmal der eigenen Stadt wahrnehmen sollen.
Die noch offene Kostenfrage für die Investitionen führt wahrscheinlich zu einer Konzentration des Lichtplans auf einige herausgehobene Projekte. 44 Projekte werden in der Prioritätsstufe eins aufgelistet, 32 bzw. 50 in der Stufe zwei und drei. Zur höchsten Prioritätsstufe gehören beispielsweise die Schlossstrahlen. Das Wasser im Becken des Ludwigsbrunnen soll „aufglimmen“. An der Rheinbrücke soll das Licht weit hinaus leuchten als Lichtspiel auf dem Rhein, die Eisenbahnbrücke in Stahlblau und die Autobrücke weiß unterleuchtet werden. Es gibt so vieles in Karlsruhe, das sein Licht nicht unter den Scheffel gestellt haben sollte, aber nur eine begrenzte Finanzierung, die nur für herausgehobene Projekte reicht.
Bei der Beurteilung, was herausgehobene Projekte sind, können und sollten Sie als Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe ein Wörtchen mitreden.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Prof. Dr. Wolfgang Fritz AKB-Vorsitzender
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