Bericht 37 PAMINA

Euro-Distrikt Regio PAMINA

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

das Oberzentrum Karlsruhe hat durch seine geographische Lage rechts des Rheins die Rolle eines wichtigen Brückenkopfs der deutsch-französischen Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem, kulturellem und technologischem Gebiet übernommen. Am 23. Januar 1996 ist in Karlsruhe der Staatsvertrag unterzeichnet worden, der es den deutschen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Elsass sowie Lothringen ermöglicht, grenzüberschreitende Kooperationen auf kommunaler Ebene zu verwirklichen. Und ein gutes Jahr später, am 18. April 1997,  wurde alles konkret: es wurde in Wissembourg die Kooperationsvereinbarung für die Arbeitsgemeinschaft PAMINA unterschrieben, die die Zusammenarbeit zwischen dem Mittleren Oberrhein, der Südpfalz und dem Nordelsass regelt

Der Name PAMINA

Der Name klingt vertraut durch eine Hauptfigur in der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Den Bekanntheitsgrad nutzend wurde aus den Kooperationspartnern Südpfalz (PAlatinat du Sud), der Region MIttlerer Oberrhein und dem Nord-Elsass (Nord Alsace) das Kunstwort PAMINA gebildet.

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Das PAMINA-Gebiet

Die Karte zeigt das PAMINA-Gebiet, in dem nahezu eineinhalb Millionen Menschen leben. Neben städtischen Zentren wie Karlsruhe, Bruchsal, Bretten, Ettlingen, Rastatt und Bühl auf der badischen Seite sowie Haguenau, Saverne und Wissembourg im Elsass und Landau, Germersheim, Kandel und Wörth in der Südpfalz, gliedert sich dieses Gebiet in vielfältige Landschaftsteile, die oftmals ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben. Vielfältig sind die in der Kooperation behandelten Themen: Touristik, Hochwasserschutz, Magistrale für Europa, Einzelhandelsversorgung, Bau eines grenzüberschreitenden Radwanderweges und Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Generell geht es darum, dass sich alle rechts- und linksrheinischen Planungsträger für eine gute und solide Regionalpolitik zum Wohle aller in diesem Raum lebenden Menschen verantwortlich fühlen und die Zukunft dieses Grenzraumes gemeinsam meistern. PAMINA ist nicht nur graue Theorie, sondern bereits von Jahr zu Jahr ein Stück mehr Realität.

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Pamina in der Nordweststadt

Kindertagesstätte PAMINA in der Nordweststadt

Die deutsch-französische Kindertagesstätte PAMINA auf dem Siemens-Sportgelände an der Hertzstraße in der Karlsruher Nordweststadt ist auf Initiative der Stadt Karlsruhe und Siemens eingerichtet worden.

Die Nähe zu Frankreich und elsässische Mitarbeiter bei Siemens begründen die deutsch-französische Ausrichtung. Ein pädagogischer Schwerpunkt ist das Kennenlernen der Sprache unseres französischen Nachbarn. In jeder Gruppe gibt es eine französische Erzieherin, die ausschließlich ihre Muttersprache spricht, aber auch die deutschen Erzieherinnen verfügen über gute Französisch-Kenntnisse. So lernen die Kinder spielerisch die Sprache des Nachbarn.

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz wurde lauthals mit „Bonjour, Monsieur Beck“ begrüßt, als er in diesem Sommer vorbeikam. Während eines Gesprächs am „Runden Tisch“ betonte Kurt Beck die Wichtigkeit von Fremdsprachen für die Gesellschaft: „Es ist ein Nachteil und nicht nur eine Ungerechtigkeit, eine professionelle Begabung wegen sprachlicher Unfähigkeit zu verhindern.“ Das über drei Jahre alte Projekt „ist grenzübergreifend und europäisch“, sagte Angela Geiger, Vorsitzende des AWO Kreisverbandes Karlsruhe Stadt, die die Trägerschaft der PAMINA-Kita übernommen hat.

Bürgervereinsvorsitzende besuchten Lautburg und Weißenburg

Eine Info-Fahrt unter dem Motto „Eurodistrikt PAMINA – Vision oder gelebte Nachbarschaft?“ unternahmen 50 Vorsitzende und Vorstandsmitglieder der Karlsruher Bürgervereine Mitte Oktober. Zunächst ging es nach Lauterbourg/Scheibenhard in das Informationsbüro Vis-à-Vis (Zollplattform am Bienwald). Der Generaldirektor des Euro-Distrikts Regio PAMINA, M. Dr. Patrice Harster, und Herr Dietrich Schmidt, bis 2001 Verbandsdirektor des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein mit Sitz in Karlsruhe und  leidenschaftlich am Aufbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der PAMINA-Region beteiligt, gaben Erläuterungen zum Stand und Ergebnissen der Kooperation.

In Wissembourg empfing Bürgermeister Christian Gliech die Delegation im Rathaus. Weißenburg Anschließend gab es eine Führung in der architektonisch reichhaltigsten Stadt des nördlichen Elsasses. Die Altstadt der ehemaligen freien Reichsstadt ist heute noch teilweise von Resten der alten Stadtbefestigung umschlossen. Sehenswert war auch die Abteikirche Saints-Pierre-et-Paul und der vom Kloster erhaltenen Kreuzgang.

Beim abendlichen Flammkuchen-Essen bedauerten einige Bürgervereinsvorsitzende, dass die erfolgreich aufgestellte grenzüberschreitende Zusammenarbeit vielen Karlsruhern nicht genügend bekannt ist, die so viel mehr ist als nur der längst gut angenommene PAMINA-Radweg, der durch die Rheinauen abwechselnd auf der deutschen und französischen Seite führt.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Prof. Dr. Wolfgang Fritz
AKB-Vorsitzender

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Flammkuchen