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Karlsruhe hatte bis 1972 eine Stadtpolizei
Die Karlruher Polizei war früher eine städtische Einrichtung, die Embleme auf der blauen Uniform der Beamten sind den Älteren noch gut bekannt. Erst am 1. Oktober 1972 wurden die damals 573 Beamten verstaatlicht, von der grün uniformierten Polizei Baden-Württemberg übernommen. Die Stadt versprach sich hiervon eine finanzielle Entlastung.
Heute: Personalmangel der Landespolizei
2008 gab es in den Karlruher Revieren nur noch 511 Beamte, die Tendenz ist weiter fallend. Gleichzeitig ist die Wohnbevölkerung (mit Hauptwohnsitz) in Karlsruhe von 258.008 (1972, noch ohne Eingemeindungen) auf 288.917 (2007) gestiegen.
Leider zieht sich das Land aus seiner Zuständigkeit zurück, die Polizei sachlich und personell gut auszustatten. Die Polizei beklagt, es sei ihr kaum mehr möglich, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Seit Jahren fordern Politiker in den Kommunen, das Land Baden-Württemberg solle für mehr Polizei und die Kosten dafür aufkommen. Schade, dass sie sich bei ihren Politiker-Kollegen im Landtag nicht durchsetzen können. Was also tun, wenn die Hoffnung auf eine Änderung der Landespolitik fehlt?
In Mannheim seit 1998
Kommunale Ordnungsdienste (KOD) arbeiten bundesweit in vielen Städten, in Baden-Württemberg u. a. in Mannheim, Heidelberg, Stuttgart und Ulm. Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat am 25.11.1997 beschlossen, einen KOD einzurichten. Dieser nahm im Frühjahr 1998 mit zunächst 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dienst auf. Die Mannheimer weiteten den KOD bereits 1999 auf 15 Beschäftigte und 2000 auf 20 Beschäftigte aus, aktuell gibt es 30 Planstellen.
Ziele
Ein Ordnungsdienst soll das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger stärken und die objektive Sicherheitslage verbessern, vor allem in Problembereichen. Es sollen Angst-Räume vermieden werden, die Stadt soll hell, sicher und sauber sein. Ein Ordnungsdienst sorgt für mehr Sicherheit durch seine Präsenz und durch sein Einschreiten gegen Einzelne, die mit ihrem Verhalten in der Öffentlichkeit die Ordnung in unserem Gemeinwesen stören. Seine Arbeit trägt dazu bei, dass Wohnen und Aufenthalt in der Stadt attraktiver werden, dass sich Bevölkerung, Geschäftswelt, Besucherinnen und Besucher sicherer fühlen können, kurz, dass die Lebensqualität steigt.
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