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Die hochmittelalterlichen Gründungen Rintheim und Beiertheim wurden erstmalig erwähnt in einer Urkunde von König Heinrich V. (welcher übrigens im Dom zu Speyer begraben liegt). Er bestätigte am 16.08.1110 die Stiftung des Klosters Gottesau und dessen Güterbesitz in Rindan (Rintheim), Burdan (Beiertheim), Knudelingen (Knielingen), Dagemaresdung (Dammerstock) und Elterichsdorf (eine aufgegebene Siedlung in der Nähe des heutigen Thomashofs in Durlach bzw. Stupferich).
Rintheim
In Rintheim leben 5525 Menschen, davon 3/5 in Alt-Rintheim und 2/5 im Rintheimer Feld mit seinen Mietwohnungen in vielgeschossigen Häusern. Die Linie 5 wird noch von den alten Straßenbahnen befahren ( „Holzklasse“ mit Charme) und verbindet mit dem Rheinhafen.
Der Bürgerverein wurde 1949 nach dem Krieg als Interessensvertretung der Rintheimer wieder gegründet. Niemand weiß genau, wann die erste Gründung stattfand, doch das tut der Aktivität des Bürgervereins keinen Abbruch. Die BV-Vorsitzende Altstadträtin Hilde Willmann kennt sich im „Gestrüpp“ der Vewaltung aus, der gesamte BV-Vorstand kooperiert eng mit den vielen Vereinen. Der „Sandhasen“-Stadtteil zeichnet sich nämlich durch ein ausgesprochen lebendiges Vereinsleben aus, das sich auch an den regelmäßigen Vereinsfesten in der „Dreschhalle“ erkennen lässt.
Rintheim wurde jetzt Sanierungsgebiet nach dem Programm „Soziale Stadt“. Das ist ein bundesweites Programm für Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf, mit dem nicht nur städtebauliche Mängel beseitigt, sondern auch auf soziale und wirtschaftliche Veränderungen reagiert werden soll. Dafür stehen Fördermittel von Bund, Land und Stadt zur Verfügung. Als Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Programm hatte der Bürgerverein Handlungsfelder zur sozialstrukturellen und städtebaulichen Verbesserung zusammengestellt. Der Bürgerverein ist von der Kooperation mit der Volkswohnung sehr angetan. Die Stadtverwaltung hat mit Umfragen und Einladungen zu Stadtteilkonferenzen eine fruchtbare Diskussion bei den Rintheimer Bürgerinnen und Bürgern geweckt, die die Chance wahrnehmen, die Lebensqualität ihres Stadtteils zu verbessern.
Beiertheim
3903 Menschen leben in Beiertheim, das zusammen mit dem Nachbarquartier den Stadtteil Beiertheim-Bulach bildet. Schon 1907, als Beiertheim nach Karlsruhe eingemeindet wurde, kam es zur Gründung des Bürgervereins. Die Ehrenvorsitzende Altstadträtin Elisabeth Eisenhauer setzte sich nahezu 2 Jahrzehnte tatkräftig für Beiertheimer Interessen ein. Das tut nun seit 3 Jahren der BV-Vorsitzende Dr. Dieter Brunner mit seiner Vertreterin Dr. Monika Stade, die auch im AKB-Vorstand mitarbeitet, und ein schlagkräftiges Vorstandsteam.
Eine Erhaltungssatzung soll dafür sorgen, dass das eher bürgerliche Quartier seine schöne Bausubstanz nicht noch weiter verliert. Regelmäßig organisiert der Bürgerverein musikalische Veranstaltungen, oftmals im Stephanienbad, das schon Anfang des 19. Jahrhundert als Gesellschaftshaus mit Tanzsaal und Badeanstalt für viele Karlsruher attraktiv gewesen war.
Ein großes Problem für Beiertheim, aber auch für Bulach und Weiherfeld, ist die Südtangente mit ihrer enormen Lärmbelastung und anderen Emissionen wie Feinstaub. Der Ende 2006 endlich fertiggestellte bessere Lärmschutz am Bulacher Kreuz und der Landstraße 605 brachte deutliche Verbesserungen, doch sind weitere Lärmschutzmaßnahmen in diesem Gebiet nach Meinung der Beiertheimer Bevölkerung dringend notwendig.
Zudem ist das Quartier auch durch Lärm der Eisenbahn in Mitleidenschaft gezogen. Die DB ist schon Jahre in Verzug mit der „Lärmkartierung Schienenverkehr“, die von ihr aufgrund einer europäischen Vorgabe zu erstellen ist. Die betroffenen Bürger hoffen auf die baldige Fertigstellung der Kartierung und darauf, durch Lärmminderungsmaßnahmen des Verursachers eine Verbesserung ihrer Lebensqualität zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Dr. Wolfgang Fritz AKB-Vorsitzender
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