Bericht 49 Toiletten Blumenschmuck

Öffentliche Toiletten, Blumenschmuckwettbewerb
und Offerta 2010

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Karlsruhe,

immer wieder werden wir auf die Situation der öffentlichen Toiletten in Karlsruhe angesprochen. Wie wir nun vom zuständigen Baudezernat erfahren haben, ist man dort dabei, eine grundlegende Untersuchung vorzubereiten und dem Gemeinderat am 22. Oktober vorzustellen. Auch bei der Stadtverwaltung hat man die unbefriedigende Situation erkannt und sinnt auf Abhilfe. Das Problem liegt darin, dass einerseits viele Toiletten in keinem guten Zustand sind, andererseits diese nicht ausreichend zur Verfügung stehen und auch für Behinderte die Situation sehr unbefriedigend ist. Die „Litfaß-Toiletten“ der Werbefirma Deceaux werden zudem von vielen Menschen nicht angenommen, da sie Hemmungen haben, diese zu betreten.

Toilette am Marktplatz 010920102291-ppc

Herrenklo bei der Pyramide auf dem Marktplatz

Toilettenmann oder Toilettenfrau als Schutz gegen Vandalismus

Unserer Meinung nach sollten öffentliche Toilettenanlagen überhaupt, wo immer dies möglich und sinnvoll ist, personell betreut werden: die gute alte „Toilettenfrau“ oder der „Toilettenmann“  sind immer noch die beste Abwehr gegen Verschmutzungen und Vandalismus. Außerdem kann man hier Menschen, die nicht so viele Verdienstmöglichkeiten haben, ein Auskommen sichern. Nach Mitteilung des Baudezernenten, Michael Obert, werde auch darüber in der Verwaltung intensiv nachgedacht. In manchen Toilettenanlagen hat die Verwaltung zwischenzeitlich die Reinigungsintervalle erhöht, so wird allein der Marktplatz nun dreimal täglich gereinigt.

Darüber hinaus gebe es von der Firma Wall größere Toilettenanlagen als die Litfaßsäulen, die zudem noch barrierefrei seien. Die Verwaltung sei hierzu in engem Kontakt zum Behindertenbeirat.

Aktion „Nette Toilette“ 

Wie vom Dezernat 6 weiter zu erfahren war, prüfe man auch die Einführung der Aktion „Nette Toilette“, welche zwischenzeitlich in zahlreichen Städten erfolgreich sei. Hierbei stellen Lokale und Geschäfte gegen eine Aufwandsentschädigung seitens der Stadt ihre Toiletten jedermann zur Verfügung. Handel und Gastronomie müssen hierzu allerdings bereit sein. Wir meinen, dies wäre auch eine gute Gelegenheit, Kunden zu gewinnen, denn wer schon einmal im Lokal oder Laden ist, wird vielleicht auch animiert, etwas zu verzehren oder zu kaufen, zumindest wird das Geschäft bekannt und kann so auch für sich werben.

Eher mehr öffentliche Toiletten

Im Stadtgebiet werden zur Zeit 26 öffentliche Toilettenanlagen betrieben, vor allem im Stadtzentrum, aber auch zum Beispiel an den Standorten Durlach Endhaltestelle, Albtalbahnhof, Knielingen, Hauptbahnhof-Süd, Werderplatz, Gutenbergplatz und in Stupferich. Die Kosten für den Unterhalt liegen bei über 400.000 Euro jährlich, das ist kein Pappenstil. Dazu kommen noch 15 Litfaßsäulen-Toiletten, die sich durch Werbung finanzieren.

Nach Ansicht der AKB braucht man in Karlsruhe eher mehr als weniger öffentliche Toiletten. Für eine Stadt, die für immer mehr Fremde zum Besuchermagnet wird, wie uns die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein, und auch die Karlsruher werden es zu schätzen wissen. Sicher wird man auf Kosten achten und nach intelligenten Lösungen Ausschau halten müssen. Aber zum Nulltarif wird man eine ausreichende Versorgung mit öffentlichen - auch behindertengerechten - Toiletten nicht bekommen. Wir sind jedenfalls gespannt auf die Lösungsvorschläge der Verwaltung und hoffen, dass die Gemeinderatsfraktionen dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind und gute Lösungen nicht der Haushaltskonsolidierung zum Opfer fallen.

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Vielleicht bald auch in Karlsruhe, wenn Geschäfte und Lokale mitmachen.

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Manchmal wird es eng…
(Skulptur Peter Lenk, Bodman-Ludwigshafen am Bodensee;
Foto: wf)


Blumenschmuckwettbewerb

Beim 61. Blumenschmuckwettbewerb des Gartenbauamts haben dieses Jahr rund 4.300 Karlsruher mitgemacht. Die Bürgervereine beteiligten sich an den Bewertungen in ihren Stadtteilen und haben damit auch dieses Jahr wieder eine mühselige, aber auch sehr schöne Arbeit übernommen. Bei der Endbewertung am 1. September wurden über 100 Standorte angefahren. Die ermittelten Sieger werden am 20. November im Rathaus ausgezeichnet.

Die Endbewerter prüfen die Komposition und den Pflegezustand der Blumen von 106 Balkone und Gärten.

Einer der Favoriten ist der schöne Blumenschmuc k auf diesem Balkon in der Blücherstraße 28.

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Blücherstr[1].28 Schmidt-ppc b

Bürgervereine wieder auf der Offerta 2010

Die Bürgervereine zeigen sich auch dieses Jahr wieder auf der Offerta. Dort werden in der dm-Halle (Halle 4, Stand T.68) die Bürgervereine, täglich wechselnd, sich und ihre Stadtteile vorstellen. Messe-Besucher können an einem Foto-Preisrätsel teilnehmen und erkunden, wie weit sie Bilder aus verschiedenen Teilen Karlsruhe den einzelnen Stadtteilen zuordnen können.

Präsentation der Bürgervereine auf der Offerta 2010
in der Halle 4 (dm-Halle), Stand T.68

jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr                        Bürgervereine                    Letzte Aktualisierung: September 2010

Samstag, 30. Oktober 2010

Mühlburg, Stadtmitte

Sonntag, 31. Oktober 2010

Daxlanden, Südstadt

Montag, 1. November 2010

Altstadt, Bulach

Dienstag, 2. November 2010

Grünwinkel, Weststadt

Mittwoch, 3. November 2010

Knielingen, Oststadt, Weiherfeld-Dammerstock

Donnerstag, 4. November 2010

Durlach und Aue,  Südweststadt

Freitag, 5. November 2010

Oberreut, Neureut-Kirchfeld, Neureut-Heide

Samstag, 6. November 2010

Nordstadt, Nordweststadt

Sonntag, 7. November 2010

Beiertheim, Rintheim, Rüppurr



Mitglieder eines Bürgervereins erhalten an allen Tagen gegen Vorlage ihres gültigen Mitgliedsausweises eine ermäßigte Eintrittskarte für 7,00 € (statt 9,00 €). 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Prof. Dr. Wolfgang Fritz
AKB-Vorsitzender

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