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Ehrenamtlich für ihren Stadtteil aktiv
Die Bürgervereine mit insgesamt über 13.000 Mitgliedern engagieren sich tatkräftig für die Belange ihrer jeweiligen Stadtteile und wirken konstruktiv bei der Gestaltung und Weiterentwicklung ihres Quartiers mit. Sie greifen Anregungen und Nöte ihrer Bewohner, Vereine, Kirchengemeinden, Geschäfte und Schulen auf und tragen sie an die Stadt weiter. Als Sprachrohr der Bevölkerung des Stadtteils sprechen sie mit bei kommunalen Entscheidungen und erfüllen so eine wichtige Scharnierfunktion. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz konnten viele Angelegenheiten des öffentlichen Verkehrs, des Schulwesens, kultureller und sportlicher Einrichtungen frühzeitig und bürgernah aufgegriffen und dadurch gezielt angepasste Lösungen erarbeitet werden.
Die meisten Bürgervereine produzieren periodisch erscheinende Bürgerzeitschriften, die kostenlos an alle Haushaltungen des Stadtteils verteilt werden. Darin und auf ihren Internetseiten berichten sie über Geschehnisse, Probleme und deren Lösungen bzw. Lösungsansätze, aber auch über Fortentwicklungen im Stadtteil.
Widersprüchliche Verkehrsprognosen auflösen
In südlichen und südwestlichen Stadtbereichen (Beiertheim-Bulach, Grünwinkel, Mühlburg, Südweststadt und Rüppurr) wird zur Entlastung der Südtangentenanwohner der Bau einer zweiten Rheinbrücke für den Autoverkehr und die Nordtangente gefordert. Außerdem könne die ohnehin überlastete Südtangente einen weiteren Verkehrszuwachs keinesfalls ertragen.
Demgegenüber wendet man sich in nördlichen und nordwestlichen Stadtbereichen (Knielingen, Neureut-Heide, Nordweststadt und Nordstadt) gegen eine Nordtangente und eine zweite Auto-Rheinbrücke und empfiehlt stattdessen eine Ersatzbrücke anstelle der jetzigen Rheinbrücke. Eine Verkehrsentlastung der Innenstadt und der Südtangente sei durch das PTV-Gutachten widerlegt, die Nordtangente würde im Gegenteil Verkehr erst anziehen,
Bei den jeweiligen Argumentationen spielen also die unterschiedlichen Prognosen über die zu erwartende Verkehrsentwicklung eine bedeutende Rolle.
Das von der Stadt Karlsruhe in Auftrag gegebene PTV-Gutachten prognostiziert einen Stillstand der Verkehrsentwicklung über den Rhein im Karlruher Raum, während das den Überlegungen des Regierungspräsidiums zugrunde gelegte Gutachten des Büros Modus Consult von einer starken Steigerung des zukünftigen Verkehrsaufkommens ausgeht.
Die Widersprüche in den Prognosen der Verkehrsbelastung behindern einen eigentlich gewünschten breiten Konsens in der Bevölkerung. Der AKB-Vorstand meint, die Klärung der Frage, welche der divergierenden Verkehrsprognosen denn realitätsnah ist, sollte in einer öffentlichen Sach- und Fachschlichtung mit Bürgerbeteiligung angegangen werden. Darüber hinaus sollten in einer solchen Schlichtung weitere Fakten und Alternativen zum gesamten Fragenkomplex „zusätzliche Brücke oder Ersatzbrücke/Nordtangente und (fehlende) Entlastung für die Südtangente“ dargelegt und den Bürgerinnen und Bürgern verständlich gemacht werden.
Stolpersteine
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