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Die Einzelauswertung für die Stadtteile zeigt, dass die allgemeine Entwicklung einige Stadtteile besonders trifft. Stupferich und Weiherfeld-Dammerstock z.B. sind hier zu nennen.
In Knielingen wurden Bürger befragt: „Wie gut würden Sie alles in allem die Versorgung ihres Stadtteiles mit Einzelhandelsgeschäften beurteilen?“ Nur 20,6 % der Befragten gaben eine positive Wertung ab. Für die Bewertung „schlecht“ und „sehr schlecht“ stimmten 58,5 %. Das ist die zweitschlechteste Bewertung in allen Stadtteilen von Karlsruhe.
„Schlecht“ und „sehr schlecht“ ist die Versorgungslage, das meinen sogar 65 % der Bewohner in Weiherfeld-Dammerstock. Der Bürgerverein Weiherfeld-Dammerstock behandelte das Problem am 16. Juli 2002 auf einer Bürgerversammlung, denn der Penny-Markt in Dammerstock wird Ende 2002 schließen. Man überlegt unter anderem, den CAP-Markt, einen seit längerem in mehreren Städten Baden-Württembergs von Behindertenorganisationen sehr erfolgreich betriebenen Markt, zu interessieren. Die Unterstützung, auch finanzielle Hilfe, der Stadt Karlsruhe wird dazu erwartet.
Beim Vergleich der Ergebnisse der Bürgerumfrage und der Bürgervereine fiel der Stadt auf, dass objektiver Versorgungsgrad und Umfrageeinschätzung voneinander abweichen können; die Gründe hierfür will man ermitteln. Doch auch dort, wo objektiv eine schlechte wohnortnahe Lebensmittelversorgung vorliegt, kann – so der Wirtschaftsförderungsausschuss im Sommer - die Stadtverwaltung nur bedingt abhelfen. Als Lösung angedacht ist der Einsatz mobiler Händler in Stadtteilen entweder in Form eines Wochenmarkts oder eines Händlers, der mit seinem Verkaufsmobil an bestimmten Tagen eine zuvor festgelegte Route abfährt. Zunächst soll ein Testgebiet festgelegt werden, um die Resonanz bei der Bevölkerung auszuwerten. Dies jedoch stellt - insgesamt gesehen – für eine wohnortnahe Vollversorgung noch keine zufriedenstellende Lösung dar.
Die Bürgervereine der betroffenen Stadtteile werden am Ball bleiben und – gerade auch an ältere Mitbürger denkend - sich weiterhin für eine ausreichende Lebensmittelversorgung einsetzen. Letztlich ist jedoch die Kommunalpolitik aufgefordert, im Stadtgebiet verstärkt nach Lösungen zu suchen und der hierfür zuständigen Verwaltung konkrete Vorgaben zum Handeln zu geben.
Prof. Dr. Wolfgang Fritz
AKB-Vorsitzender
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